Das war mal wieder so eine verrückte und spontane Idee von uns. Mal eben schnell das Nordkap besuchen, mal wieder ohne jegliches Training, mal eben mit ganz neuen Rädern mit für uns bis dato unbekannten Fahreigenschaften, mal eben in knapp 100 Tagen rund 6000 km radeln. Ich gebe es ja zu, wir sind ein wenig verrückt. Aber bevor es los geht mit unserer Nordkaptour, erst einmal ein klein wenig Hintergrundinformationen über die Tour, wie es dazu kam und warum wir diesmal nicht nur so allein zum Spaß geradelt sind.
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Das Nordkap


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Unsere Reiseroute - einmal Nordkap hin und zurück



Die Ursprungsidee zu dieser Tout entspross diesmal fernab weit im Süden. Im Winter 2010 überwinterten wir in Spanien und für den kommenden Herbst in 2011 stand erneut ein Aufenthalt in Südkorea an. Die Zeit nach dem Winter bis zum Spätsommer hatten wir frei und was man da besser, als Reisen. Das es nach drei des pausieren mal wieder eine Radreise sein sollte, stimmte uns freudig, lediglich der vorgegebene Zeitraum war für uns mehr des eines Kurztrips. Ziemlich schnell, nachdem die Fortbewegungsart festlag hatten, hatten wir beide uns auch auf ein Ziel bzw. Gegend einigen können. Skandinavien. Sehr weit waren wir zuvor in diesem Bereich noch nicht vorgedrungen, somit dies, für diesen Zeitraum auch, ein gutes und vielversprechendes Ziel für uns darstellte. Und weil Mun Suk diese Gegend als Reiseziel irgendwie so gut gefiel und um den Ganzen auch noch ein handfestes Ziel geben zu können, musste es für sie gleich das Nordkap sein. Sicherlich wurde von ihr in ihrem Spontaneinfall die Tragweite dieser Entscheidung nicht in seiner Gänze überblickt, sieht ja alles so schön klein aus auf einer Landkarte bzw. auf Google Earth im Computer aus, sonst hätte sie sich sicherlich nicht so leicht zu dieser inspirativen Zielvorgabe hinreisen lassen. Ich fragte sie vorsichtshalber 3 mal und wies schon mal grob auf das angepeilte Vorhaben mit seiner Tragweite, sprich räumlichen Weite, hin, doch für sie musste es das Nordkap sein. Also gut, mir sollte es recht sein und ein schönes Ziel war es allemal.

Eine kleine Schwierigkeit bestand nur, wir beide hatten keine Räder, weder in Spanien, noch in Deutschland zur Verfügung, denn diese warteten brav weiter fernost, in Südkorea auf uns. Also mussten wir irgendwie zu solchen kommen und da es ja nur eine "kurze" Reise werden soll, dachte ich zuerst an ein paar mittelmäßige Räder aus dem Baumarkt oder so ähnlich. Tagelang habe ich im Internet herumgesucht, ist es doch gar nicht so einfach für unsere Körpergrößen passende Räder im günstigen Preissegment zu finden. Sind halt in diesem Bereich nur Räder von der Stange und eine große Bandbreite an Rahmengrößen findet man dort nicht. Dann, irgendwie durch Zufall, ich weis auch nicht mehr so Recht wie ich diese gefunden hatte, blinkte ein Liegedreirad mir auf dem Bildschirm entgegen. Hatte ich früher eher schmunzeln über Liegeräder im wahrsten Sinne des Wortes hinweggesehen, wer dieses Liegedreirad hier irgendwie anders, cute, sexy oder wie auch immer gesagt, plötzlich war es da und ich fand es wahrlich schön und interessant anzusehen. Lediglich der Preis lag fernab von der Vorstellung, was ich zu diesem Zeitpunkt bereit war, für ein Einmalfahrrad (so war es ursprünglich angedacht, diese Räder nur für diese Tour zu gebrauchen und danach wieder abzustoßen) auszugeben. Spaßeshalber zeigte ich Mun Suk die Anzeige und weil ich dachte, dass sie bei dem Preis gleich kehrt machen würde, aber wie so oft, zu früh gedacht. Der Preis ließ sie zwar auch etwas abschrecken, doch hatte sie auch gleich gefallen an dieser Art von Fahrrad gefunden, so dass wir nun beide schwer am Ringen waren, was zu tun bzw. zu besorgen sei.
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Tadpole oder einfach Liegedreirad - zum verlieben exotisch



Da dieses hier die Kurzfassung unseres Berichtes sein soll, werde ich euch nicht so lange auf die Folter spannen, nach ein paar Tagen Bedenkzeit hatten wir uns dazu durchgerungen die Liegedreiräder zu besorgen, mit der Aussicht diese vielleicht später in Südkorea weiter zu verwenden. Noch eines sei zu Anfangs erwähnt, diese angepeilte Marathontour wollten wir nicht nur einfach so machen, dem Ganzen sollte noch ein Motto oder Sinn mit auf dem Weg gegeben werden. Für Südkorea standen zwei größere Events vor der Tür und zu deren Gelingen wollten wir auf unserer Tour etwas mit dazu beitragen. Für 2012 stand eine kleine World-Expo in Yeosu an und für 2018 hatten sich Südkorea erneut für die Winterolympiade beworben. Die World-Expo war schon ein fester Deal, nur der Winterolympiade bangten die Koreaner erneut entgegen, hatten sie doch schon zweimal zuvor knapp die Entscheidung für die vorhergehenden Spiele verloren. Das ganze Land, so schien es (und scheint es immer noch) wollte die Winterspiele haben, anders als in Deutschland oder Frankreich, wo die lokale Bevölkerung eher gegen die Spielaustragung dort waren. Wir setzten uns kurz mit den entsprechenden Organisationen in Verbindung und bekamen von beiden das O.K., dass wir dafür Werbung machen durften und so fertigten wir schnell den Entwurf einer Fahne an, welche hinten an unseren Anhängern wehen sollte. Ja, ich vergaß zu erwähnen, das die Liegedreiräder zwar unwahrscheinlich schnuckelig aussehen, dass ich aber auch erkannte, dass die Ladekapazitäten jener doch beschränkter sind, als auf normalen Rädern, so dass wir vorab dann schon planten, zwei Anhänger mit auf die Tour zu nehmen. Diese hatten wir zum Glück noch in Deutschland bevorratet.

Im April 2011 kamen wir von Spanien aus zurück nach Deutschland, nahmen dort unsere neuen Liegedreiräder in Empfang, machten einen Vormittag einen Kurzausflug von 5 km darauf, um die ersten notwendigen Einstellungen vorzunehmen, demontierten dann alles und packten die Sachen alle in unserem Kombi. Für einen direkten Start von Deutschland aus, war der gesteckte Zeitraum dann doch leider zu kurz, so dass wir als Startpunkt Dänemark wählten. Zum Glück passte alles gerade so in unseren Kombi und beide mussten wir uns noch ein wenig einfalten auf unseren Sitzen im Auto, doch zumindest konnten wir so die Gesamtstrecke gut um 1500 km reduzieren. Hätten wir den Startpunkt nicht nach Dänemark verlegt und währen von Deutschland aus gestartet, dann hätte dies rund 140 km Tagesleistung, jeden Tag, auf unserer Tour bedeutet und das währe sicherlich unser Tod bzw. der von der Tour gewesen. So hatten wir, da wir auch das Zeitfenster noch etwas ausgeweitet haben, ursprünglich war der Start im Juni vorgesehen, lediglich noch 65 km pro Tag zu absolvieren, was nach Adam Riese dann auch eine Tagesleistung, rechnet man ein paar Tage auf der Tour als Erholtage ein, von dann gut 75 bis 80 km sind.
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Mun Suk + Eric mit den neuen Liegedreirädern



Am 8. Mai war es dann soweit, es ging los nach Norden, dem Nordkap entgegen. Der erste Tag war noch ziemlich gemütlich, hatten wir in Dänemark doch nur etwa 40 km zu radeln, danach ging es dann mit der Fähre von Helsingor rüber nach Hesingborg, was in Schweden liegt. Hatte ich nicht ganz zu Anfang bereits erwähnt wie leichtsinnig wir an solche Vorhaben herangehen, ich meine ohne jegliche großartige Vorbereitung bzw. geschweige denn von einem ordentlichen Training und Muskelaufbau zuvor. Auf unsern beiden größeren Touren zuvor war das zwar auch der Fall gewesen, doch da gab es kein Zeitlimit und Streckenvorgabe. Jetzt aber war dies anders und wir merkten dies schnell, denn mit dem 3. Tag setzen dann die Schmerzen, sprich Muskelkater ein.
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Aller Anfang ist schwer - Muskelkater inklusive


Es war höllisch und bestimmt auch nicht so gesund für unsere Muskulatur und obwohl es tagsüber beim Rad fahren so gar nicht den Anschein machte, aber Abends, kurz nach dem z Bett gehen, setzten dann die Muskelkaterschmerzen ein und für rund einen Monat wollten diese dann auch nicht weichen. Wie gesagt, es war höllisch. Vielleicht hätten wir die ersten Etappen auch etwas ruhiger angehen können, doch zu allen Überdruss wollten oder sollten wir bereits nach 12 Tagen in Stockholm sein. Wir wollten dort eine koreanische Veranstaltung beiwohnen, welche dort von adoptierte Koreanern in Europa veranstaltet wird, also war kein Müßiggang oder Ruhetag zuvor möglich.

Trotz der Strapazen schafften wir es rechtzeitig in Stockholm anzukommen, doch hätten wir zuvor gewusst, was uns dort erwartet, dann hätten wir uns doch lieber etwas mehr Zeit für die Part der Strecke gelassen. Die Veranstaltung selber war absolut uninteressant für uns und von den angesagten 3000 Teilnehmern waren dort nur um die 200 vorzufinden. Einzig und allein, dass wir uns die Tage zuvor gut puschten hatten dann, abgesehen von den Schmerzen, auch sein Gutes.
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Impressionen aus Stockholm


Zwei weitere Tage rasteten wir noch bei Stockholm, dann ging es wieder zurück auf die Strecke. Die Orientierung war diesmal fast ganz einfach. Nur nach Norden mussten wir, doch seinen Weg durch eine Großstadt zu bahnen, ist dann doch nicht immer ganz so einfach, zudem sowieso, wenn man ohne einen Plan oder Karte hier fährt. Eine Streckenkarte hatten wir zwar mit dabei, im Maßstab von 1:4.000.000 und für Schweden und Norwegen zusammen, doch die Straßenangaben um Stockholm herum, waren darin nur mehr als spärlich abzulesen. Gut, zwar mit etwas Stress, doch auch dieses haben wir gemeistert, doch nach Stockholm wurden dann auch die Straßenverhältnisse, was den Verkehr anbelangt, wie angekündigt ruhiger. Sie wurden sogar so ruhig, dass dieser Faktor der Abwechslung bzw. Aufmerksamkeit fast ganz wegfiel und was übrig blieb war allein die Landschaft. Dies war zu Anfangs auch wirklich traumhaft und wir konnten dies gut genießen aber nachdem wir dann Tag für Tag nur noch Bäume um uns herum hatten, wünschten wir uns immer mehr doch auch ein wenig andere Abwechslung. Hinzu kam dann noch, dass plötzlich im Juni eine Hitzeperiode einsetzte, die tagelang anhielt und nicht weichen wollte. Was einem alles unterwegs nicht zu schaffen machen kann, doch unsere Laune war dadurch einigermaßen gereizt und Mun Suks Laune näherte sich sogar einem kritischem Level, stellte sie doch plötzlich unsere Tour in Frage.
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Bäume, Bäume, Bäume


Zuerst konnte ich sie noch besänftigen, als dann aber auch noch die Plage des Nordens, ich meine die Stechmücken, hinzukamen, war der Tiefstpunkt erreicht. Guter Rat war teuer und weil ich die Tour nicht aufs Spiel setzen wollte, machte ich Mun Suk den Vorschlag unsere Tour ein wenig aufzulockern und einen Teil mit der Bahn zurück zu legen. Der Vorschlag klappte und so machten wir für rund 460 km, von Vilhelmina bis Galliväre, mit der Inlandsbahnen in Schweden die Bekanntschaft. Es klappte beides gut, sowohl die Verfrachtung unser doch sperrigen Räder samt Anhänger, als auch die Aufbesserung von Mun Suks Laune dadurch. somit waren wir unserem Ziel schon etwas näher gekommen, doch immer noch waren 700 km dazwischen.
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Stechmücken, wirklich überall (Zeltdach)


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dürftiger Schutz aber so bleiben wenigstens die Nase und die Ohren heil



Ich vergaß zu erwähnen wie wir unterwegs eigentlich genächtigt haben. Nun in Schweden bzw. einigen Ländern Skandinaviens gibt es ein Recht, welches sich das Allemansrätten (Jedermannsrecht) nennt. Nach Wikipedia beinhaltet das Jedermannsrecht "das Recht jedes Menschen, die Natur zu genießen und ihre Früchte zu nutzen, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen am jeweiligen Grund und Boden. Die Ausübung des Jedermannsrechts ist also nicht von der Zustimmung des Grundbesitzers abhängig." Zwar gibt es je Land gewisse Normen und Feinheiten, wo dieses Jedermannsrecht nicht zum tragen kommt, doch generell gesagt kann man damit an vielen Stellen frei zelten und sich für ein gewissen Zeitraum dort aufhalten, ohne das jemand etwas dagegen haben kann. Aber wie gesagt, die Feinheiten besagen, das man einen Mindestabstand zu Häusern halten sollte, nicht in eingezäuntes Land eindringen darf und auch das Recht nicht auf Naturparks auszulegen ist. Doch wenn man sich an diese paar Grundregeln hält und zudem Hausbesitzer, falls man doch zu nahe vor deren Haus campieren möchte, um Erlaubnis fragt, dann geht dies sehr einfach hier und man fragt sich, warum dass in anderen Ländern (sagen wir mal Deutschland) nicht auch so einfach geht.
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Allemansrätten live


Am 18.6.2011 passierten wir die unbewachte Grenze nach Finnland und in diesem Land hielten wir uns nur knapp 3 Tage auf. Es war für uns innerhalb dieses kurzen Zeitraumes auch kein wesentlicher Unterschied gegenüber Nordschweden zu erkennen gewesen, die Stechmücken waren hier genauso hungrig wie zuvor, nur das es hier etwas europäischer war, ist Finnland doch auch ein Euro Land. Am 20.6. waren dann aber schon in Norwegen und nach kurzer Zeit änderte sich hier dann endlich die Landschaft, Stück für Stück. Sie wurde weitläufiger und man hatte wieder mehr Ausblick und etwas später dann auch karstiger, wilder, schroffer und steiler. Leider änderte sich aber nicht nur die Landschaft, auch das Wetter wurde unbeständiger und des öfteren suchte uns nun unterwegs auch der eine oder andere Regenschauer heim. Trotzdem, die Landschaftsveränderung tat uns beiden gut und die Freude am fahren stieg wieder an. Schnell überwunden wir so noch die restlichen Kilometer und am 28.6.2011 war es dann soweit, wir hatten das Nordkap erreicht. HURRAH.
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Am Nordkap

 
Unsere Geschichte ist damit aber noch nicht zu Ende, doch ich versuche nun wirklich mich kurz zu fassen. War zuvor geplant Norwegen an der Küste nun gegen Süden zu folgen und auf Höhe von Trondheim dann nach Schweden erneut zu überqueren, um dort weiter gen Süden zurück zu fahren, hatten wir nun auf die Baumpracht keine Lust mehr und zogen es vor an der Küste in Norwegen zu bleiben. Bis Bergen wollten wir so ursprünglich dann fahren, um von dort aus mit der Fähre dann nach Dänemark wieder überzusetzen. Nun das hat auch zu Anfangs soweit ganz gut geklappt, doch weil es uns so gut in Norwegen gefallen hatte, haben wir uns dort auch mehr Zeit gelassen, als wir dafür zur Verfügung hatten, so das wir später noch einmal unsere Route ein wenig abändern mussten. Doch dazu gleich mehr. Zumindest haben wir kurz vor den Lofoten, auf den Vesteralen um genauer zu sein, am 7.7. dann erfahren, dass Südkorea den Zuschlag für die Winterolympischen Spiele in 2018 erhalten hatte und wir waren hoch erfreut darüber. Wir glauben zwar nicht das unsere Tour da irgendeinen nennenswerten Beitrag dazu gelistet hat, doch zumindest haben wir dies freiwillig und aus Freude getan und es hat Spaß gemacht. Mun Suk zumindest hat sich nicht abbringen lassen, vor, als auch nach der Entscheidung, ordentlich Werbung zu machen, für Korea und PyeongChang.
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Werbung für PyeongChang 2018



Norwegen wie gesagt hat uns sehr gut gefallen, obwohl das Wetter nicht immer schön war und die Streckenverhältnisse durchaus anstrengender waren, als zuvor in Schweden und Finnland. Wie zuvor bereits angekündigt haben es dann nicht geschafft, bis Bergen per Rad vorzudringen. Die Schönheit der Landschaft als auch das Wetter haben uns mehr Rasten lassen, als wir Zeit zur Verfügung hatten und obwohl noch keine Idee zu einem Wechsel vorhanden war, stand ich am 20.7. an einer Straßenkreuzung und fragte mich und Mun Suk, ob wir nach links abbiegen und unserer geplanten Route weiter folgen wollen oder ob wir rechts, nach Mo i Rana abbiegen wollen, um von dort aus mit dem Zug bis Bergen weiter zu fahren. Wirklich, diese Eingebung kam urplötzlich oder auch nicht so ganz, denn auf der weiteren Strecke lagen noch viele weitere Kilometer und Tunnel, welche es galt zu durchqueren und nachdem wir zuvor bereits schon etliche gequert hatten und diese Dinger alles andere als angenehm zu queren sind, viel die Entscheidung ziemlich schnell und wir fuhren zu dem Ort mit dem lustigen Namen.
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Regenschauer und...


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...Tunnel durchfahrten



Es gibt und gab wirklich sehr viel mehr zu erzählen, doch das müsst ihr in der Langfassung, welche hier zum download bereitliegt, nachlesen, ansonsten wird die Kurzfassung (lustig, auf meinem Word Dokument kündigt schon die 6. Seite an, noch ohne Bilder, also eigentlich wirklich nicht die Rede von einer Kurzfassung) genauso lang wie die Lange. Auch hier in der Kurzfassung wurde bewusst darauf verzichtet, die Leute zu nennen, welche wir unterwegs getroffen und kennengelernt haben. Gründe, siehe oben. Bitte seid uns nicht böse, in der Langfassung steht dafür umso mehr euch. Alles in allem aber einen großen DANK an alle Lieben die wir unterwegs kennen gelernt haben. In Oslo trafen wir am 25.7.2011, 3 Tage nach dem schrecklichen Bombenanschlag dort und dem Massaker auf der nahegelegnen Insel Utoya ein. Die Stadt war überströmt von betroffenen Mitmenschen und übersäht von Blumen, gelegt für die Opfer und zur Anteilsnahme.
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Oslo im Schockzustand. Blumen für die Opfer des Bombenanschlags und des Massakers auf Utoya.


Am 27.7. waren wir dann auf der Fähre, zurück nach Dänemark und um dort noch rund 2 Wochen Tunnelfrei, flach und hoffentlich bei schönen Wetter noch ein wenig Genuss zu radeln. Das mit dem Genussradeln hat soweit, vom Wetter mal abgesehen, auch ganz gut geklappt, ist Dänemark doch flach wie ein Kinderpopo. Ein Jedermannsrecht gibt es zwar hier nicht mehr, doch dafür hatte es zum Glück nun ein paar freie Shelterplätze. Dieses waren Plätze mit flachen Schutzhütten, welche größtenteils kostenlos genutzt werden und wo man auch sein Zelt frei aufschlagen konnte. Ohne diese Shelterplätze hätte es sonst auch ein großes Loch in unserer Reisekasse gegeben, zählen doch die Campingplätze in Dänemark wohl zu den teuersten mit auf der Welt (subjektive Eigeneinschätzung, aber wirklich schweinisch teuer).
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Shelterplatz



Am 15.8.2011 nach 100 Tagen waren wir zurück. Danke an dieser Stelle nochmals an ALLE die so nett und gastfreundlich zu uns gewesen sind, als da wären: Susanne S., Thyra und Tage, Birgit und Morten, Jens F., Hank, Johan S., Arnt, Anita, Bengt & Anna-Lisa, Marie & Jan, Allek, Maria & Tomas und viele andere mehr.


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